![]() | 09. September 2011 Kritik wegen eines behinderten Partners Wir haben da mal eine Frage zum Thema ein Teil eines Paares ist gesund, der andere Teil hat eine Behinderung. Als ich mit meinem Mann vor 9 Jahren zusammen kam, gab es sowohl von seiner Familie, seinem Freundes- und Bekanntenkreis und auch von Aussenstehenden immer wieder böse Kritik. Inzwischen ist das in der Familie und mit Freunden zum Glück nicht mehr so aber mein Mann hat dadurch erst gemerkt wer echte Freunde sind und wer wegen meiner Behinderung das Weite gesucht hat. Auch heute erleben wir diese Kritik aber noch von Aussenstehenden. Da kommen dann so Sachen wie: Die ist doch behindert, was willst du denn mit der? Du hast doch was besseres verdient! Die wird mal ein Pflegefall und dir nur zur Last fallen! usw. Natürlich geben wir nichts um solche dummen Kommentare. Wir wollten aber mal wissen ob jemand von euch ähnliche Erfahrungen gemacht hat? Was für Erfahrungen das sind/waren? Wie ihr damit umgeht? |
![]() | 09. September 2011 hallo oh ich versteh dich so-am anfang meiner ms mieden mich familienmitglieder-onkel -tante etc-die meinten ich bin ansteckend-traurig-selbst der taufpate meines sohnes vermied den besuch und das händegeben-so unwissende menschen--anstatt sich schlau zu machen wurde ich gemieden-jetzt ist mein bekanntenbereich auf eine handvoll zurückgegangen-aber das sind echte freundeund immer für mich da-alles sehr traurig-bin so froh hier im joy zu sein und nette ,verständnissvolle menschen kennengelernt zu haben-der alltag sieht gerade im privaten und familieren bereich düster aus-selbst meine eigenen eltern verläugneten mich-und wissen eigentlich nach so langer zeit nicht,wie sie mit mir umgehen sollen-wobei die antwort so einfach ist.........NORMAL- ohne bemitleidet zu werden.........lg ralf...kopf hoch |
![]() | 09. September 2011 @HC_Mann danke für dein statement es ist natürlich schade das du so gemieden wirst und es so viele dumme Leute gibt die dich wegen deiner MS ausgrenzen aber aber die eigentliche frage war ja anders gemeint Auch heute erleben wir diese Kritik noch von Aussenstehenden. Da kommen dann so Sachen wie: Die ist doch behindert, was willst du denn mit der? Du hast doch was besseres verdient! Die wird mal ein Pflegefall und dir nur zur Last fallen! usw. Natürlich geben wir nichts um solche dummen Kommentare. Wir wollten aber mal wissen ob jemand von euch ähnliche Erfahrungen gemacht hat? Was für Erfahrungen das sind/waren? Wie ihr damit umgeht? trotzdem danke und alles Gute für Dich |
![]() | 09. September 2011 huhu ja klar-solche aussagen kommen da-kenn ich-kann dir nur eines sagen-ein gesunder egoismus gehört dazu- mir hat folgender vers geholfen-sehr sogar.. Mein Motto lautet: "Gott gebe mir die Gelassenheit, Dinge hinzunehmen, die ich nicht ändern kann, die Kraft, Dinge zu ändern, die ich ändern kann - und die Weisheit, das eine vom anderen zu unterscheiden." |
![]() | 09. September 2011 Das kenn ich doch ? ! Das kennt doch leider jeder mit Behinderung Als wir geheiratet haben kam auch von einzelnen die Frage .Wie kannst du einen Krüppel heiraten.Seine Familie. Und ? Wir sind seit 15 Jahren verheiratet und die anderen schon Geschieden Menschen auf der Straße starren dich an .Nur wenn du Hilfe bräuchtest nicht.Da bekommen sie Und Freunde die wegen sowas das Weite suchen sind keine Freunde. Wir sind eine Familie die durch diese vielen Probleme zusammen gewachsen ist und das ist die wichtigste Sache .Alles was dazu kommt z.B.Wenn wir richtige Freunde finden sind das Extras und wir freuen uns. Aber Eis schmeckt ja auch ohne Sahne (ohne Extras ) ! Wir haben aber auch festgestellt das das in Deutschland besonders schlimm ist.Wir sind in den letzten 15 Jahren berufsbedingt sehr viel in der Welt herrumgekommen und uns ist sehr viel Hilfsbereitschaft entgegen gebracht worden und vieles war selbstverständlich. Könnte einen Roman schreiben ! LG Lea u. Chris |
![]() | 09. September 2011 Hallo Die ist doch behindert, was willst du denn mit der? Du hast doch was besseres verdient! Die wird mal ein Pflegefall und dir nur zur Last fallen! usw. Dazu möchte ich erstmal sage,dass diejenigen die sowas sagen von der Liebe wohl keine Ahnung haben.. *kopfschüttel* Ich bin zwar nicht köprperlich behindert,aber ich hatte jahtzehntelang mit recht heftigen Depressionen zu kämpfen...und somit auch meine Frau als meine nächste Angehörige die das jeden Tag mit ansehen musste,was nicht einfach ist... Meiner Frau wurde in der Zeit auch von einigen gesagt; verlass ihn lieber --- Du gibst doch so einen Teil Deines Lebens auf,oder... Du weisst doch gar nicht ob die Depris jemals wieder richtig verschwinden,daher "bringe Dich in Sicherheit" Meine Frau erzählte mir von diesen Sprüchen und ich wurde sehr ärgerlich... Wie sind wir damit umgegangen..? Die Liebe meiner Frau zu mir hat ihr geholfen über diese schlimme Zeit hinweg zu kommen... ausserdem war sie gut in der Lage zeitweise meine schlimme Lage zu verdrängen.... das hat ihr geholfen... zum Glück... Lg Udo |
![]() | 09. September 2011 ja in anderen Ländern geht die Gesellschaft wirklich lockerer mit "gemischten" Paaren um haben wir auch schon festgestellt |
![]() | 09. September 2011 Hmmm...in welchen Länder ist das und was glaubst Du woran das liegt..? |
![]() | 09. September 2011 Z.B.Ungarn,Tschechien Frankreich,Spanien (Festland u. Canarische Inseln) Wir leben ja jetzt auf Teneriffa und das nicht nur wegen dem Klima. Wenn wir nit dem Rolli über die Straße wollen hält sofort ein Auto an mit und ohne Zebrastreifen und sie fange auch nicht an zu hupen wenn es etwas länger dauert.Treppe hoch und runter ?Sofort bietet sich jemand an oder gleich mehrere.Wenn ich nicht in den Laden kann warum auch immer kommen die Waren auf die Strasse.Aber nur da wo die Deutschen Touristen mit ihrer engstirnigen Art nicht schon alles versaut haben ( Ich habe das Geld und du musst machen was ich sage ) In all den Ländern in denen ich war sind einfach die Familien wichtig,die Kinder können noch spielen und das Feiern nicht vergessen. LG Lea |
![]() | 09. September 2011 wir haben in NL und USA nur gute Erfahrungen gemacht ich in NL berufsbedingt, wenn auch schon ne Weile her und wir Urlaubsbedingt in USA und nun |
![]() | 09. September 2011 im groben und ganzen gehts uns so wie mollyminni... meine schwiegermutter zb hat auch alle hoffungen auf enkelkinder aufgegeben als mein mann mich damals vorgestellt hat. tja da mussten wir sie leider entäuschen, wir haben 2 kerngesunde und liebfreche jungs die sie innigst liebt! noch ne kleine anektode: meine schwiemu wurde im laden mal darauf angesprochen (ich war gerade so richtig schön schwanger und sie hats natürlich voller stolz und vorfreude überall erzählt) wie sie das denn verantworten kann, weil ich ja behindert bin, das kind könnt doch dann auch behindert sein!!!! antwort meiner schwiemu: seid wann sind autounfälle vererbbar??? zurück zum thema unser freundeskreis ist auch ziemlich klein, aber wir wissen, das wir bei unseren freunden jederzeit und immer anrufen könne!!! sie sind immer für uns da, und wir für sie genauso! auf komische blicke und doofe kommentare reagieren wir entweder garnich oder mit nem dummen spruch, die laune und unsere liebe lassen wir uns mit sicherheit nich verderben! dafür is das leben zu kurz. liebe grüße kerstin |
![]() | 09. September 2011 Hej, Die ist doch behindert, was willst du denn mit der? das kenne ich leider auch und finde es einfach zum Kotzen.Du hast doch was besseres verdient! Die wird mal ein Pflegefall und dir nur zur Last fallen! Ich hatte gerade vor kurzem erst eine anfangende Beziehung mit einer Frau, die letzten Endes leider nicht gehalten hat, aber das ist eine andere Geschichte. Jedenfalls hat sie unter anderem von ihrer Tante solche Kommentare gehört wie "Du suchst mir auch immer die schwierigen Fälle heraus. Das schlimme an der Sache war, dass sie nicht einmal verstanden hat, was ist daran beleidigend empfand. "Ja aber so ganz einfach ist es ja auch nicht...". Nun denn, manche werden sowas wohl nie verstehen... Liebe Grüße Chris |
![]() | 10. September 2011 Bei uns in Südösterreich ist Behinderung kein Thema. Ich wohne in einer Stadt mit knapp 50 % Pensionisten, wo praktisch jeder Sechste eine Gehhilfe benötigt - und sei es nur der Regenschirm, auf den er sich vorsichtig unkennbar stützt. Der Rest ist die arbeitende Bevölkerung und eine riesige Zahl von Studenten, die sowieso aufgeschlossen denken. Mein Behinderungsproblem war, dass ich mich mit mich mit meiner fixen Freundesrunde nicht mehr in den Lokalen der Innenstadt treffen konnte, da diese entweder Stufen haben oder das WC im Kellergeschoß liegt und meine Flügel wollen und wollen nicht wachsen. Die Wohnungen der Freunde lagen durchwegs im zweiten oder dritten Stockwerk ohne Lift, was Besuchenkommen im Rolli einfach zu mühsam machte. Geschäfte und öffentliche Gebäude sowie die öffentlichen Verkehrmittel sind alle rollstuhlgerecht. Zu manchen früheren Freunden brach der Kontakt einfach ab, weil unser Zuhause dann doch auf Dauer nicht der geeignete Wrtshausersatz war und weil wir ein Kind bekamen, das natürlich Vorrang hatte und an dessen Wach-Schlaf-Rhythmus wir uns die ersten Jahre anpassten und das unser Leben und die Prioritäten einfach umkrempelte. Ganz abgebrochen sind die Freundschaften nie, neue kamen hinzu, die Oldies lebten auch teilweise zwischendurch bei uns - was natürlich Freundetreffen bei uns wesentlich erschwerte bis killte. Die Enstellung zur Behinderung ist neutral. Mich hat eine "erwischt", aber anderen kann sie spätestens im Alter noch bevor bevorstehen und das ist jedem hier bewußt. |
![]() | 10. September 2011 @subtop Schön das die Einstellung...zu Behinderten neutral ist. Viele Menschen denken leider nicht...das sie auch ältere werden oder von jetzt auf gleich Behindert werden können. |
![]() | 10. September 2011 genau, sage auch immer: drum bedenke, es kank jeden treffen |