Kinderwunsch trotz Handicap?

Ich wollte mich mal seit langem wieder mal einbringen, weil ich so lang nicht mehr aktiv war und mir da mir seit einer…

12. Januar 2012
Kinderwunsch trotz Handicap?

Hallo ihr Lieben,

ich wollte mich mal seit langem wieder mal einbringen, weil ich so lang nicht mehr aktiv war und mir da mir seit einer ganzen weile das Thema im Kopf rumwandert, dachte ich, frag ich mal hier im Forum, was ihr dazu sagt bzw. davon hält.

Nun, mein Freund (ohne Handicap) und ich sind seit gut drei Jahren ein Par. Seit einem guten halben Jahr wird irgendwie alles um mich herum schwanger... letztendlich hat sich, mit meinen 26 Jahren, der Kinderwunsch so sehr ausgeprägt, dass ich an fast nichts mehr anderes denken kann, wenn wir Sex haben.... Ich bin laufend am ES ausrechnen.. wie wäre was wenn usq...... Ich glaube, meine Behinderung hier zu erklären, würde den Rahmen sprengen... man weiß nur so viel: Wenn es ein Junge wäre, hätte er zwar die Gene drin, aber die Behinderung würde niht ausbrechen, während dies bei einem Mädel ganz anders ausasähe....

Die, die mir wohlgesonnen sind... meine Freunde, Familie und gute Bekannte würden sich sehr freuen... aber da gibt es eben auch die "anderen", die das verantwortungslos nennen und einfach nicht verstehen, wie man als Behinderte Frau ein Kind i die Welt setzen will....

Was für Erfahrungen habt ihr gemacht? Man sieht ja auch immer weider Mamis, die eine Behinderung haben und wo das Kind gesund ist...... Ach, Fragen über Fragen..... .. Ja, dann haut mal in die Tasten... und Danke schon mal.

viele liebe Grüße

Henan
12. Januar 2012
mmhh schwere Frage

Diese Frage kannst eigentlich nur du für dich selber entscheiden.

Dabei stellen sich doch die Fragen:

Wie wahrscheinlich ist das Handycap Vererblich?
Wie stark schrenkt das Handycap dich bei der Erziehung und Versorgung des Kindes selber ein?
Wie weit wird das Kind von dem Handycap eingeschränkt?
Traust du es dir mit deinem Handycap zu ein Kind mit dem selben Handycap oder ohne zu Erziehen und zu Versorgen?
Wie war deine Kindheit mit Handycap und möchtest du das einem Kind zumuten?
Welche Probleme kommen auf dich durch ein ggf. gehandycaptes Kind zusätzlich zu?
Kannst du mit deinem Handycap diesen durch ein gehandycaptes Kind entstehenden Mehraufwand alleine! beweltigen und kannst / willst du dir dieses selber zumuten?

Wie du siehst ein ganzer Teil Fragen den nur du für dich selber beantworten kannst und es auch als außenstehender schwer ist sich seine eigene Meinung zu bilden ohne zu wissen was du überhaupt für ein Handycap hast und in wie weit dich dieses eh schon im Alltag einschränkt.

Ich spiegel diese Frage daher jetzt mal auf mich und mein Handycap, der Blindheit, um dir evtl. trotzdem meine für mich ganz eigene, persönliche und Momentane Einstellung darlegen zu können.

Wenn meine Blindheit eine Vererbbare Sache währe, würde mir persönlich die Entscheidung zur Zeit leicht Fallen. Auf Grunde das Integration und Barierefreiheit zwar tolle Worte und auch immer wieder in aller Munde sind, die Integration und die Barierefreiheit aber aus mehr Buchstaben bestehen wie es wirklich umgesetzt wird und auch ein Handycap innerhalb der Gesellschaft immer noch ein "Tabu" Tema mit viel Kontaktscheue ist würde ICH mich klar gegen ein eigenes Kind entscheiden.

Wenn man wie ich jemand ist der sich trotz seiner Blindheit nicht von dritten den A... nachtragen lassen will sondern alles selber erledigen möchte, weiß man ganzschnell wie viel Mehraufwand das Handycap Blindheit mit sich bringt (z.B. Schriftwechsel mit Behörden in Barierefreier Form, sie müssens aber man diskutiert bei jedem Schreiben auf ein neues, Ausnahmen gibts meist nur wenn man auf einen Angagierten Sachbearbeiter trifft).

Wenn ich jetzt den für mich persönlich entstehenden Mehraufwand durch ein gehandycaptes Kind + der Mehraufwand den auch das Kind von anfang an durch das Handycap hat zusammenzähle würde ich mich persönlich gegen ein Kind mit risiko Handycap entscheiden.

Es würde mich glaube ich, zusätzlich zum Mehraufwand, einfach zu sehr psychisch Belasten zu sehen wie mein Kind auf Grunde seines Handycaps meist zu den "Randgruppen" Kindern gehört und auch an vielen Freizeitaktivitäten nicht oder nur teilweise teilnehmen kann.

Wenn du dir die obenstehenden Fragen für dich beantwortest, beantworte sie so als hättest du keinen Mann, keine Freunde, keine Familie o.ä.

Du sagst sicher jetzt: "Aber die habe ich doch und die sind sicher auch immer für mich da"

Das klingt jetzt vielleicht echt hart, Beziehungen können scheitern, mit Freunden und Familie kann man sich immer zerstreiten oder sie können sterben. Nichts im Leben muss ewig bleiben, bekommst du aber ein Kind wirst DU und nur DU dein Leben lang Mutter sein. Also musst DU für DICH wissen / entscheiden ob DU ALLEINE! DIR es zutraust ein Kind ALLEINE! zu Versorgen und zu erziehen.

Wenn DU für DICH die Entscheidung getroffen hast, DU die pro und Contra für DICH selber abgewogen hast und DU DICH weil DU gerne Mama währst und nicht weil andere Mama sind die Entscheidung für ein Kind trotz Risiko triffst, ist das DEINE Entscheidung ganz ALLEINE! und außer der Erzeuger hat da KEINER!!! DIR in die Entscheidung ob oder ob nicht reinzuquatschen. KEIN anderer außer DU kann die Gesamtsituation wirklich einschätzen und beurteilen.

P.s. ich hab bewust die Variante mit Abtreibung und Untersuchungen während der Schwangerschaft außen vor gelassen. Wobei es je nach Handycap und Gendefekt auch möglich ist über einen Laborgentest vor der Zeugung des Kindes prüfen zu lassen was passieren könnte. Da fehlt mir aber das nötige Fachwissen und die Art deiner Behinderung für um da genauere/zuverlessige Außsagen machen zu können.

Ich wünsch dir aber auf jeden Fall alles, alles gute auf dem Weg zu DEINER EIGENEN!!! Entscheidung
12. Januar 2012
herzlichen Dank

...dafür, dass ich deinen Beitrag zwei Mal lesen musste, ehe ich die ganzen verschachtelten Sätze richtig verstehen konnte.;)

Aaaalso, natürlich heißt ein Kind Mehraufwand in JEDERLEI Hinsicht.....Diese hast du auch schon sehr gut beschrieben... aber eben WEIL ich weiß, dass ich mir das zutraue, weil ich in meiner Behinderung nicht all zuuu sehr eingeschränk bin (meine Haupteinschränkung ist meine Sehbehinderung) möchte ich eines.... Deine Anregung, dass ich die Fragen so beantworten müsste, als wenn ich allein wäre.. erschließt sich mir nicht ganz. Ich verstehe schon was du damit meinst, aber selbst wenn alle Stricke reißen... es wird IMMER jemanden geben, der da ist....

Nun, ich sehe in deinen Beitrag den Mehraufwand und das evl Handicap wie ein roter Faden in deinen Beitrag... ABER wer sagt denn, dass es so sein MUSS??? Wieso kann man nicht auch einfach mal von einem gesunden Kind ausgehen, da die Chance ja durchaus gegeben ist... wieso sieht man nicht mal die Freunde, die Glücksmomente, die so ein Kind beschren kann??? Kla, Mehraufwand hin oder her, aber ich denke, wenn du so n Würmchen in den Händen hälst, ist dir doch jeder Mehraufwand wert, oder liege ich da falsch? Und das das Kind zu einer evl Randgruppe gehört... Ich weiß nicht, ob du von geburt oder deiner Kindheit an Blind bist, aber würdest du es gut finden, wenn deine Mutter genauso gedacht hätte???

Es würde also auch positiv laufen.:)

Liebe Grüße

Knuddelmaus
12. Januar 2012

ich finde du solltes die Entscheidung nicht von der Meinung der Anderen abhänig machen.
Ich meine, lass dir nicht einreden das könntest du nicht... oder das solltest du nicht...

Wie steht denn dein Freund zum Thema Kinder?
Am Ende könnt nur ihr zwei das entscheiden.

Liebe Grüße
Elim
12. Januar 2012

Ich habe ewig lange schon MS, saß bereits oft und lange immer wieder im Rolli und uns war klar, dass die Zeit nur Richtung Behinderung weiter läuft und eigentlich wollten wir immer fünf Kinder. So zogen wir meine Pensonsversicherngszeiten und Traumurlaube der Familienplanung vor. und mit 36 funktionierte "es" sofort mit unserem Wunschkind.

Die Schwangerschaft war die gesundheitlich beste Zeit in meinem Leben, Eine Fruchtwasseruntersuchung zum Ausschluß von genbedingten Behinderungen wurde in der 14. SSW durchgeführt, da ich als behinderte Mutter keine Chance mit einem behinderten Kind habe. Die Geburt war infolge der bereits vorhandenen Lähmungen ein geplanter Kaiserschnitt - Zahnziehen ist tragischer. *lach*
Gesundheitlich ging es bald darauf wie erwartet weiter bergab und seither darf ich den Faltrolli gegen den Elektrorolli tauschen.

Die schwierigste Zeit für mich als Mutter waren die Übergangszeiten zum Sitzen, Krabbeln und Gehen und da hatte ich mir mit Beschäftigungsmöglichkeiten für das Baby geholfen. Damit unserem Kind in der Neugierphase zwischen 2-3 Jahren nichts passiert, hatte ich alles komplett kindersicher machen lassen und sogar die Glastüren mit duchsichtiger Folie bruchsicher verklebt.

Dass unser Sohn bei dieser inmobilen Mutter nicht der geborene Sportler ist, ist nachvollziehbar. Dafür konnte er durch meine dauernde Quasselei und Singerei mit ihm mit 9 Monaten fließend sprechen, mit fünf Jahren lesen und ist extrem sprachentalentiert und wortgewandt geworden. *lach*

Worauf wir allerdings schon vor der Schwangerschaftsplanung sehr geachtet haben, ist, dass ich mit dem Kind hilfreiche Hände für die Hausarbeit habe und dadurch zu meinen Ruhephasen komme, denn ein Kind ist mit der Zeit über den Tag körperlich anstrengend und dadurch partnerschaftlich belastend.

Dass aus unseren geplanten fünf Kindern gerade mal Eines geworden ist, stört insoferne nicht, da dann ein Kind durch die ungeteilte Aufmerksamkeit den Eltern auch locker fünf Kinder ersetzen kann. *lach*

Mein Sohn ist mit mir als behinderte Mutter aufgewachsen, war das rücksichtsvollste Kind und ist heute als Erwachsener der hilfreichste Sohn - er plant so nebenbei auch eine Pflegehelfer-Ausbildung.

Da ich die Art deiner Behinderung nicht weiß, kann ich dir nur raten, es zu versuchen, so du es dir in deinem jetzigen Zustand jetzt zutraust. Bei chronisch fortschreitenden Krankheiten mit Behinderug habe ich beobachtet, dass zwar kurzfristig Verschlimmerungen nach der Geburt und durch Stress eintreten, die langfristig sonst wahrscheinlich genauso eingetreten wären, aber nichts ist dann schöner als zu wissen, dass man wenigstens ein Kind hat. *lach*
12. Januar 2012
Hallo Henan,

ich habe mich ebenfalls schon mit diesem Thema auseinandergesetzt und bin da selbst gespalten -mittlerweile gibt es Phasen, wo ich mir auch vorstellen ein Kind zu bekommen und manches Mal nicht. Auch wenn meine Behinderung nicht erblich ist, weiß ich doch, wie mühsam das Leben mit Behinderung manchmal sein kann. Und in solchen Momenten möchte ich meinem Kind das "ersparen". Allerdings kann mensch das auch von einem gesunden Kind sagen.
Von meiner Umgebung lasse ich mir da nichts sagen. Ich muss es selbst entscheiden und entsprechend leben.
Die, die es nicht akzeptieren, dass eine Frau mit Behinderung ein Kind haben will, verstehe ich nicht. Für mich sind das Menschen, die nur in Optimums-Normen "Wie der Mensch zu sein hat" denken und handeln scheinen.
Ich wünsche dir alles Gute für deine Entscheidung.
LG, Paula
12. Januar 2012

Hi,

a nein ich bin erst durch einen Unfall mit 21 erblindet.

b und ja genau der Mehraufwand zieht sich auch wie ein roter Faden durch das Leben eines gehandycapten und den hat zwar erstmal die Mama aber später das Kind selber auch

c warum ich sage, dass man entscheiden muss als währe man Aleine! ist ganz einfach, es gibt keine, absolut keine Garantie das immer jemand da ist der einem hilft, außer man selber.

Sicherlich gibt ein Kind einem auch ganz viel und es ist auch sicher ein total tolles Gefühl sein eigenes Kind auf dem Arm zu haben und aufwachsen zu sehen. Aber ein Kind ist eben nicht nur klein und niedlich sondern bringt Mehraufwand mit sich, stellt Ansprüche an einen und wird größer.

Ich würde dementsprechend meinem Kind das Risiko mit einem Handycap zur Welt zu kommen nicht zumuten wollen. Nicht weil ich mir es nicht zutrauen würde, sondern weil ich dem Kind nicht dieses Schicksal zumuten möchte.

Es ist nun einmal unumstößlich das ein Leben mit Handycap ein Leben mit ständigem Mehraufwand und Einschränckungen bedeutet.

Wer mit Handycap kann denn ehrlich sagen "ich möchte nie ohne mein Handycap leben"??? Wenn ich das sagen könnte, währe meine Entscheidung sicher eine andere, aber wenn ich das sagen kann währe mein Handycap auch kein Handycap mehr.
12. Januar 2012

mh, ich selbst zwei Fach behinderung und mein Ex Mann voll blind. Wir hatten auch das Sorge, ob unsere Kinder gesund zur Welt kommt?.
Da wir beide keine Erbkrankheiten haben, haben wir trotzdem das Kinderwunsch probiert. Nun habe ich zwei gesunde Buben zur Welt gebracht.. und ich habe nie bereut. Heute sind meine Jungs Liebste... früher habe ich gedacht.. ich muss doch auch an Verantwortung denken, fass behindert zur Welt kommen, war mir egal... ich probiere einfach. aber Mut brauchst du....... LG Jena
13. Januar 2012

hallo kuschelmaus

höre auf deinen bauch und spreche mit deinem behandelden arzt!

als ich die ms mit 38 bekam wollte mein ex-mann noch ein 3. kind. aber wir haben uns wegen der diagnose dagegen entschieden. ohne meine 2 mädels hätte ich es sicher gemacht !!!

kinder sind etwas wunderbares (warum denkt man dabei nicht an die pubertät? grr)

wenn du den richtigen an deiner seite hast, tue es !

wünsch dir viel glück
heidi
13. Januar 2012

Du hast völlig recht Heidi
13. Januar 2012
100%

Auf jedenfall will ich Kind/er!
Wer dsgegen ist hat Pech.....

Ich bin nicht behindert, ich werde es!
13. Januar 2012

@Blindtiger

"ich möchte nie ohne mein Handycap leben"???

Ich weiß wie es ohne Handicap einst war, aber ein Handicap ist nur dann ein Handicap, wenn ich es selbst so sehe.
Für mich ist mein Handicap kein Handicap. Ich habe nur "besondere Bedürfnisse" wie meinen Elektrorolli, unser barrierefreies Haus, Haushaltshilfe und für mich selbst gute Hilfsgeister bei der Körperpflege.
Sportlich hatte ich in gesunden Zeiten fast alles gemacht und einen Marathon wollte ich eigentlich nie laufen. Ich kann eben nicht gehen, sehe schon schlechter und die Hände wollen nicht immer wie ich, aber andere können dafür nicht malen oder singen wie ein Opernstar. Und? Wo liegt das Problem?

Mein Handicap ist ein Teil von mir und hat mich erst das Leben richtig bewusst erkennen und lieben gelernt. Und es hat mir vor allem gelernt, all jene zu verstehen und ihre Interessen zu vertreten, die wegen eines Handicaps von der Gesellschaft zu wenig beachtet und ausgegrenzt werden und sich selbst nicht helfen können.
13. Januar 2012
Ihr lieben...

Danke für eure Resonanz.... ihr habt mir echt ewitergeholfen.... Super gehschichten... .:) Danke dafür...


sicher... es sagt hier niemand, das es leicht und mit links zu händeln ist... das ist ja schon als nichtbehinderte Mutti nicht einfach... nd ja, klar zieht sich der Mehraufwand durchs Leben... bloß würden alle Menschen so denken, wären gar keine Kinder und dementsprechenend erwachsene Menschen auf der Welt... ich weiß niocht ob das fär wäre...Meiner Mutter wurde damals geraten mich abzutreiben.. Sie hat sich, Gott sei Dank dagegen entschieden.

Wie mein Freund zum Thema Kinder steht? Nun, er hat bereits einen Sohn mit einer anderen Frau, da er 18 Jahre verheiratet war... aber er würde sich über ein weiteres freuen.

Als behinderte Mami oder die, die es werden wollen, kann man nicht einfach mal eben so ein Kind bekommen... da muss man sich vorher informieren.... muss sich unterstützung holen, was gibt es für Möglichkeiten usw. eben WEIL man nicht vorher weiß, was passieren wird. Das weiß man aber auch als "gesunder" Mensch nicht.

..und wenn mein Kind irgendwann mal, so wie ich, sagen kann "Ja, mir gehts super, ich bin glücklich und das war genau das Richtige" ists allemal wert.:)

LG
13. Januar 2012
@subtop

in Grunde deiner letzten Außsage muss ich dir rechtgeben. Auch ich habe nach meiner Erblindung vor 7 j viele Dinge angefangen von einem anderem Standpunkt aus zu betrachten. Ich habe ebenso gelernt was wirkliche Freunde und werte im Leben sind. Die Erlebnisse und Erfahrungen die ich in dieser Zeit bisher sammeln konnte möchte ich nicht wieder hergeben. Auch ich lasse mir nicht den Mut und Spaß am Leben durch meine Behinderung nehmen sondern genieße viel eher das was ich habe, denn es hätte auch anders kommen können / müssen.

Doch stellt sich mir nach deinem Beitrag ernsthaft die Frage:

Wenn dir jetzt jemand sagen würde "ein Schnipp und sie können wieder ein Leben ohne Behinderung führen" würdest du dieses Angebot ablehnen und freiwillig weiter damit leben wollen???

Das kann ich mir nur sehr schwer vorstellen, das gerade jemand der ein Leben ohne Behinderung kennt dieses gegen ein Leben mit Behinderung eintauschen würde.

Ich nutze jetzt Bewust nicht das Wort "Handycap" sondern den deutschen Begriff "Behinderung" da ein körperliches, sehlisches oder psychisches, kronisches leiden ganz eindeutig eine Behinderung des altäglichen Lebens darstellt. Es hindert den/die Betroffenen und seine Umwelt daran gewisse Dinge so zu machen wie jemand ohne dieses Problem.

Sorry wer da als behinderter Mensch etwas anderes behauptet macht sich selber in meinen Augen etwas vor und belügt sich selber.

Um das für dich als Rollifahrerin vielleicht etwas zu verdeutlichen hier ein kleines Beispiel:

Ein Freund wohnt z.b. im 4 oder 5 OG in einem Haus ohne Aufzug. Der Rolli hindert dich doch nun daran ihn alleine Spontan zu besuchen und dich mit ihm auf sein Sofa zu setzen. Somit wird ein Rollifahrer/in doch bei einer altäglichen Sache behindert.

oder auf einen Blinden / Sehbehinderten bezogen wird dieser doch jeden Tag daran gehindert eine Aufschrifft von Getränkeverpackungen zu lesen. Also behindert das doch sein Altagsleben
13. Januar 2012
mhhh

@ subtop Sicher hast du Recht. Zumindest sehe ich das ähnlich wie du. Ich bin nicht Behindert, ich werde behindert....

Aber ganz so ruhig kann ich doch nicht bleiben bei deinem Beitrag.
Wo das Problem liegt? Beim Sozialamt bzw das Geld ist das Problem...

Wenn man auf Hilfe zum Lebensunterhalt angewiesen ist (Hartz IV + 5 Euro)
Braucht man jeden Cent wenn man ausser wohnen und essen noch was machen will. Frag mal einen alleinstehenden Hartz IV Empfänger was er so Freizeitmäßig macht ausser Spiritus zu trinken. Pfandflaschen sammeln damit die Heizungsrechnung gezahlt ist^^

Dazu kommt Internet, Teleffon, Handy, Nebenkosten etc.

Klar München ist kein billiges Pflaster aber daas was ich hier nutze gibt es nirgendwo günstiger + das was hier nichts kostet!

Ich habe täglich Therapie und ich mache Haushalt (Wäsche+Putzen) selbst und kochen tu ich auch....
Also ein Geld/Zeit Problem. Zeit würde ich bekommen vom Amt aber dann fehlt immer noch des Geld.!
Ich hoffe das die Zeit schnell vergeht und ich wieder arbeiten kann und richtige Leute kennen lerne.

Aber da siehste wenns so ist das du Therapie machen sollst, deswegen nicht aarbeiten kannst, keine reichen Eltern,, Omas, Onkels hast dann bist ein Armer <-

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